Familienmediation
Getrennt leben und Eltern bleiben - eine grosse Herausforderung!
Sie möchten eine gemeinsame Regelung zuwege bringen und auf freundschaftlicher Basis, mit Hilfe eines Mediators, einen Vertrag aushandeln. Die Mediation kann vor aber auch während des zivilen Scheidungsprozesses lohnend sein, wenn Sie und ihre Partner sich nicht über einen der folgenden Punkte einigen können:

  • das Sorgerecht für die Kinder
  • das Besuchsrecht, Feiertage und Ferien
  • der Betrag der Alimente für die Kinder und eventuell für Ihren Partner
  • die Aufteilung der gemeinsamen Güter
  • sonstige Rechtslagen aus Ehe oder eingetragener Partnerschaft.


Der Mediator beobachtet die Verhandlungen, damit diese auf einer offenen und gerechten Ebene verlaufen. Jeder Partner muss sich frei aussprechen und seine Bedürfnisse sowie Erwartungen klar verständlich machen können. Der Mediator trifft für Sie keine Entscheidungen! Er wird sich hüten, Ratschläge zu erteilen, die Sie einseitig beeinflussen könnten. Gegebenenfalls schlägt er Ihnen vor, je nach Schwierigkeit Ihrer Situation, ergänzende Spezialisten aufzusuchen. Mit Ihrem gemeinsamen Einverständnis können andere von Ihrer Situation betroffene Personen an der Mediation teilnehmen.

Die Familienmediation ist ein dialogisches Model um Konflikte zu lösen. Gemeinsam schätzen Sie Ihre Situation ein, analysieren Ihre Bedürfnisse als Eltern und die der Kinder, suchen Lösungsmöglichkeiten, entscheiden sich für die erfolgreichsten davon und erproben diese im täglichen Leben.

Zum Schluss können Sie vom Mediator einen schriftlichen Einigungsentwurf verlangen. Dieser betrifft die Punkte über die Sie sich einig geworden sind. Der Einigungsentwurf enthält keine Information über das was während des Mediationsprozesses gesagt wurde und auch keine persönlichen Bemerkungen. Die einzelnen Besprechungen unterliegen der Schweigeplicht und dessen Inhalt darf nicht als Beweis vor Gericht verwendet werden. Allerdings kann der Einigungsentwurf Ihnen und Ihren Fürsprechern als Grundlage für eine gerichtliche Anhörung dienen.

Sie dürfen und sollten den Mediationsprozess unterbrechen, wenn Sie Ihren Fürsprecher um Rat fragen wollen. Wenn Sie den Eindruck haben, Sie befinden sich in einer Sackgasse, sollten Sie die Mediation beenden. Sollte dies der Mediator vor Ihnen bemerken, ist es seine Pflicht Sie darauf aufmerksam zu machen.