Tagtraum - Behandlung
Mentales Vorstellungsvermögen
Die Mental Imagery (Englisch) oder imagerie mentale (Französisch) wird im Deutschen oft als mentales Vorstellungsvermögen oder Gedankenbild übersetzt. Ähnlich wie die Autohypnose, wirkt diese Behandlungsmethode direkt im Unterbewusstsein indem sie unsere geistigen Energien aktiviert.

So lernen wir unsere spontanen und häufig unkontrollierten Verhaltensweisen besser verstehen. Wir bekommen sie in den Griff und können sie in ein für uns angemesseneres oder sozial akzeptableres Verhaltensmuster umwandeln. Ergänzend lernen wir unsere Teilpersönlichkeiten besser zu verstehen und sie in ein harmonisches Ganzes zu integrieren.

Eine mehr oder weniger lange Entspannungsübung befreit unseren Geist von seinen täglichen Sorgen und leitet einen Zustand ein, welcher demjenigen eines Tagtraums ähnlich ist. Vom Bewusstsein nicht kontrollierte Bilder können jetzt aus dem Unterbewusstsein auftauchen. Diese Bilder ermöglichen ein besseres Verstehen des Selbst, stimulieren die Kreativität und inspirieren Lösungsmöglichkeiten.

In der Einzeltherapie beobachtet der Therapeut die Entwicklung des Traumes und beeinflusst dessen Verlauf durch passende Anregungen und Fragen. In der Gruppentherapie von 5 bis 10 Personen erzählt der Therapeut eine Geschichte. Jeder Teilnehmer erlebt diese auf seine ganz persönliche Weise und kann anschliessend, wenn er das möchte, sein Erlebnis der Gruppe mitteilen. Es versteht sich von selbst, dass diese Informationen von den Gruppenteilnehmern vertraulich behandelt werden. Eine Gruppentherapie dauert 12 Abende und findet einmal pro Woche statt. Die 12 Erzählungen sind so aufgebaut, dass sie von Mal zu Mal zu immer mehr innerer Transparenz führen. Der Austausch zwischen den Teilnehmern ist dabei sehr stimulierend.

Aus Erfahrung werden mittels dieser Methode Probleme gelöst, welche dem Teilnehmer mehr oder weniger bewusst sind. Oft sind es deren Angehörige, welche auf solche Veränderungen hinweisen.